Hainichen

Am 9.3.2018 wurde die neue LISt-Zentrale in der ehemaligen Reichsbahnschule offiziell eingeweiht

Die Tatsache, dass das Landesinstitut für Straßenbau Sachsen GmbH (LISt) ihre Zelte in Hainichen aufgeschlagen hat, ist sicherlich eine der erfreulichsten Angelegenheiten für unsere Stadt in der Zeit seit der politischen Wende 1989/1990.

Dadurch wurde dem geschichtlich und baulich bedeutenden Haus der ehemaligen Reichsbahnschule nach Jahrzehnten des Lehrstands neues Leben eingehaucht, es erfuhr darüber hinaus sogar einen kompletten Renovierungsprozess und neben dem Bestandsgebäude wurde ein Neubau errichtet, in welchem sich das Labor der LISt befindet.

Rund 120 Personen, die meisten davon mit akademischen Grad, arbeiten seit Mitte Dezember bei der LISt in der Gellertstadt, einige wenige sind sogar nach Hainichen gezogen. Positiver Nebeneffekt: Um für die Mitarbeiter ausreichend Parkplätze zu schaffen wurde das Areal des ehemaligen DISKA Markts an der Ecke Ernst-Thälmann-/Georgenstraße erworben. Perspektivisch soll der durch einen Brandschaden nicht mehr nutzbare Supermarkt zurückgebaut werden.

Am 9.3.18 wurde in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste das neue LISt-Gebäude offiziell eingeweiht. LISt-Geschäftsführer Franz-Herrmann Göpfert erinnerte in seinem Grußwort an die jahrelange vergebliche Suche nach einem neuen Domizil.

2007 schien die Entscheidung für Siebenlehn, drei Jahres später für Nossen als neuer LISt-Standort gefallen zu sein. Kurzfristig bekanntgewordene Hürden hatten dann jedoch dafür gesorgt, dass die Suche von Neuem beginnen musste. Göpfert zeigte sich zufrieden über die letztendlich gefallene Entscheidung, in die Gellertstadt umzuziehen.

Nicht nur wegen der ausgezeichneten Verkehrsanbindung über die A4 und B 169 sondern auch durch die Citybahn, deren Endhaltestelle unmittelbar beim LISt-Areal liegt. Er bedankte sich bei allen am Bau beteiligten Firmen, aber auch bei den Nachbarn für das Verständnis während der Bauarbeiten.

Landrat Matthias Damm betonte noch einmal, wie wichtig es für den Landkreis Mittelsachsen ist, dass die LISt unserem Kreis erhalten bleibt. Auch er bezeichnete Hainichen als einen guten Standort für das Unternehmen.

Bernd Sablotny vom Sächsischen Wirtschaftsministerium, der den erkrankten Staatsminister Martin Dulig an diesem Tag vertrat, welches Hauptgesellschaft der LISt ist, freute sich, den Mitarbeitern nach vielen Jahren widriger Arbeitsbedingungen in einem alten Gebäude in Rochlitz seit Jahresbeginn 2018 hervorragende Arbeitsbedingungen anbieten zu können. Dies ist sicherlich auch ein Pluspunkt bei der Gewinnung von Fachkräftenachwuchs.

Der Hainichener Bürgermeister brachte seine große Freude zum Ausdruck, dass nach der Schließung bzw. Verlagerung zahlreicher Institutionen wie Landratsamt, Gymnasium, Außenstelle des Gerichts, Förderschule und weiteren Dingen nunmehr eine neue, ganz besonders attraktive Institution nach Hainichen gekommen ist. Besonders begrüßenswert sei es, dass man sich bewusst für die Sanierung und den Erhalt einer erhaltenswerten Bestandsimmobilie entschieden habe, anstelle der Errichtung eines gesichtslosen Neubaus auf der grünen Wiese. Auch die Tatsache, dass mit der Fa. Backer-Bau ein Hainichener Unternehmen die Bauhauptleistung durchgeführt hat, sei ein positiver Effekt für die Stadt Hainichen.

Barbara Fuchs, Mitglied der Fuchs Firmengruppe und Bauherrin der gesamten Bauarbeiten übergab am Ende des offiziellen Teils LISt Geschäftsführer Frank-Herrmann Göpfert einen historischen Schlüssel zum Einzug. Alle Akteure waren des Lobes voll über die stets angenehme Zusammenarbeit mit den Bauherren. Reinhard Fuchs, Geschäftsführer der Fuchs-Gruppe war ebenfalls zur LISt-Einweihung aus dem bayerischen Berching nach Hainichen gekommen.

Nach dem offiziellen Teil gab es Rundgänge durch die Räumlichkeiten. Für die Essensversorgung war die Hainichener Gaststätte Wintergarten zuständig, durch  das Kulturprogramm führte die Kreismusikschule.

Im Zusammenhang mit dem LISt-Umzug hat der Hainichener Günter Neumann gemeinsam mit Dr. Tobias Lerch von der LISt ein ansprechendes Buch erstellt, welches sich mit der spannenden Geschichte des ehemaligen Reichsbahnschulgebäudes beschäftigt.

Darüber werden wir an anderer Stelle noch ausführlich berichten. Das Buch gibt es für interessierte Bürger (kostenlos) in limitierter Auflage bald im Gästeamt.

Dieter Greysinger

Bürgermeister

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