Hainichen

Herzlichen Glückwunsch zur Eisernen Hochzeit für Ursula und Wolfgang Jahns am 23. Februar 2018

Da sich der Bürgermeister zu diesem Zeitpunkt im Urlaub befand, gratulierte an diesem Tag Evelyn Geisler, Sachgebietsleiterin Kultur und Fremdenverkehr im Rathaus, Familie Jahns im Namen des Bürgermeisters, des Stadtrates und der Verwaltung zum recht seltenen Ehejubiläum. 65 Jahre gemeinsam durchs Leben zu gehen zeugt von der großen Liebe und Verbundenheit des Ehepaares.

Es ist nur Wenigen vergönnt, solch ein großartiges Ehejubiläum zu feiern. Die Gratulantin fand ein überaus fröhliches, zufriedenes und aktives Ehepaar vor, das sich über den Besuch und die Gratulation sichtlich freute. Es gab noch eine weitere Anlass zum Feiern: Wolfgang Jahns feierte am 23.02.2018 außerdem seinen 87. Geburtstag.

Hinter der Familie liegt ein wechselvolles Leben. Am 23. Februar 1953 gaben sich im vogtländischen Zwota Ursula und Wolfgang Jahns das Ja-Wort und schworen sich ewige Treue, die ja nun auch bis heute gehalten hat. Die Ehefrau ist geborene Zwotaerin. Ihr Mann stammt aus dem Sachsen-Anhaltinischen Bernburg. Wolfgang Jahns hatte es durch die Arbeit bei der Wismut ins Vogtland verschlagen. Beim Tanz in Klingenthal, im Gasthof Gambrinus, lernte man sich kennen. Bald wäre es vielleicht gar nicht zu dieser Hochzeit gekommen. Eigentlich hatte Herr Jahns ein Auge auf eine ganz andere Frau geworfen, doch diese wollte nicht tanzen. So sprach er Ursula an und die Dinge nahmen ihren Lauf.

Herr Jahns ging dann wieder zurück nach Bernburg und seine heutige Ehefrau besuchte ihn dort. Anfangs wohnte man noch bei den Schwiegereltern. Wolfgang Jahns arbeitete nun im Niederschachtofenwerk in Calbe als Schmelzer. Da Wohnungen zu dieser Zeit auch knapp waren, heiratete man und zog in eine Werkswohnung in Calbe. Frau Jahns fand hier eine Anstellung in der Betriebskantine.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Herr Jahns hier seine Arbeit aufgeben, doch es gab eine neue Herausforderung. Das Niederschachtofenwerk hatte auf der Schmücke, nahe Oberhof am Rennsteig, ein Betriebsferienheim. Hier waren sie für viele Jahre am Buffet und Ausschank tätig. In diesem Objekt gab es auch eine öffentliche Gaststätte mit viel Arbeit.

Irgendwie scheint der Familie die Gastronomie in die Wiege gelegt zu sein, denn bereits die Großeltern stammen aus diesem Gewerbezweig. Die älteste Tochter hat den Beruf einer Köchin erlernt.

Neun Jahre arbeitete man im Betriebsferienheim, bis das Ehepaar mit ihren Kindern dann in das 5 Kilometer entfernte Gehlberg zog und Wolfgang Jahns hier bei der Gemeinde arbeitete. Seine Frau Ursula war als Köchin und Küchenleiterin beim FDGB angestellt.1993 übersiedelte man dann nach Hainichen, wo Sohn Wolfram seine große Liebe gefunden hatte. Sie bewohnen ein kleines Haus auf der Karlstraße, welches Herr Jahns selbst ausgebaut hat. Sie fühlen sich heute hier noch sehr wohl.

Das Ehepaar führt ein selbstbestimmtes Leben und ergänzt sich, wie es sich für Eheleute gehört. Frau Jahns erledigt alle ihre Einkäufe selbst und läuft öfters zum ALDI-Markt im Gewerbegebiet. Das verdient schon Anerkennung. Leider muss die Familie aus Altersgründen jetzt ohne Auto auskommen, doch da springen bei schweren Besorgungen auch die Kinder ein.

Dem Paar wurden drei Kinder geschenkt, zwei Mädchen und ein Junge. Die Familie vergrößerte sich, sodass nun noch 6 Enkel und 7 Urenkel der Stolz des Ehepaares sind.

Wir wünschen den Eheleuten weiterhin viel Kraft, Gesundheit und Zufriedenheit. Und sollte das Ehepaar das Glück haben, fünf weitere gemeinsame Jahre miteinander verbringen zu dürfen, dann können sie vielleicht nach siebzig Ehejahren noch das Fest der Gnadenhochzeit feiern. Ich wünsche es Ihnen jedenfalls von ganzem Herzen.

Evelyn Geisler

Sachgebietsleiterin Kultur und Fremdenverkehr

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